Neubau des Logistikzentrums der BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG in Nürnberg optimiert die flächendeckende Leistungsfähigkeit
Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist der umfangreiche Neubau des Logistikzentrums der BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG in der Duisburger Straße in Nürnberg auf 4.000 m2 Grundfläche nebst Gerätezentrum und Photovoltaikanlage fertig gestellt.
Mit der Eröffnung erzielt die süddeutsche Landeszentrale eine noch höhere Einkaufsbündelungskapazität und trägt somit entscheidend zur Qualitätssicherung der Warenversorgung der Backbetriebe bei.
Mit 8 eigenen LKWs in Nürnberg (und 11 eigenen LKWs in Ladenburg) versorgt die BÄKO-Zentrale Süddeutschland die regionalen BÄKO-Genossenschaften im Süden täglich mit Backbedarfsprodukten wie Rohstoffe, Handelswaren, Technik, Verpackungen und vielen weiteren Produkten.
Vom Standort Nürnberg aus erreicht die Zentrale die Genossenschaften in einem Umkreis von Chemnitz über Saalfeld und Schweinfurt, Richtung Süden entlang der A7 bis Kempten, von dort bis in den südöstlichsten Teil Deutschlands und den Kreis schließend auf der östlichen Seite Süddeutschlands wieder nordwärts. Zudem wird aus Nürnberg auch die BÄKO Österreich eG in Linz regelmäßig mit Waren versorgt. Darüber hinaus mit Spediteuren die BAKO Hungaria sowie Großhandelskunden in Süditalien.
Die Nürnberger Niederlassung besteht in einer „gewachsenen“ Struktur. 1972 entstand das Lager im verkehrstechnisch sehr günstig gelegenen Nürnberger Hafen, auch ausgestattet mit Gleisanschluss. 1983 erfolgte die erste Lagererweiterung. 1994 und 1998 wurden zunächst das Verwaltungsgebäude und anschließend eine weitere Lagererweiterung errichtet. Nun folgt in 2009 die Erweiterung der Gesamtlagerkapazität in Nürnberg um ca. 32 %.
Durch den Neubau des Logistikzentrums setzt die BÄKO auf eigene Stärke und ihr jahrzehntelang erworbenes Lebensmittel-Know-how. Während in der Vergangenheit zur Aufrechterhaltung der optimalen, häufig sehr großen Einkaufsmengen oftmals Fremdlager an unterschiedlichen Standorten angemietet werden mussten, verfügt die Zentrale nun über ausreichend eigene Lagermöglichkeiten.
Fakten und Kennzahlen zum neuen Logistikzentrum
Die vorhandenen, äußerst beengten Lager- und Kommissionierverhältnisse in Nürnberg und der aktuelle und mittelfristige Bedarf an zusätzlichen Lager- und Handlingsflächen zur Sicherung der Warenversorgung und Geschäftsausweitung haben dazu geführt, dass Vorstand und Aufsichtsrat Anfang 2008 einem Teilabriss eines vorhandenen Gebäudes sowie einem sich danach anschließenden Neubau einstimmig zugestimmt haben.
Ziel ist es, mit dem Neubau, die in Fremdlagern liegenden Mengen deutlich zu reduzieren und dort zu konzentrieren, wo die gesetzlichen Anforderungen und die Warenkenntnisse perfekt vorhanden sind. Der Bau wurde energetisch so konzipiert, dass er den lebensmittelrechtlichen Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der Temperaturen Sommers wie Winters voll entspricht. Die vorhandene Grundstücksfläche wurde durch Grenzbebauung und teilweiser Zweigeschossigkeit maximal ausgenutzt.
Der Technik- sowie Kleingerätebereich wurde im Obergeschoss des Neubaus untergebracht und ist optimal über zwei Lastenaufzüge erreichbar. So konnte die Grundfläche und damit auch der Raum über der Ein- und Auslagerzone im Erdgeschoss sinnvoll genutzt werden.
Der Kleingerätebereich ist ausgelegt für den Ausbau einer sehr erfolgreichen Dienstleistung für die BÄKO-Regionalgenossenschaften. Bereits Ende 2006 startete die BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG eine Endkundenkommissionierung für Kleingeräte als Pilot-Projekt. Dabei werden im Zentrallager Bestellungen der Backbetriebe bereits vorkommissioniert, damit die teilnehmenden Genossenschaften die Ware fertig konfektioniert zeitnah ausliefern können. Diese Dienstleistung konnte 2007 und 2008 erfolgreich ausgebaut werden und trägt in diesem Rahmen dazu bei, durch zentralen Service organisatorische Abläufe im Warenfluss zu optimieren. Mit der Nutzung des neuen Logistikzentrums in Nürnberg können nun weitere interessierte BÄKOs diesen Service in Anspruch nehmen. Heute umfasst das Kleingeräte-Sortiment ca. 2.800 Lagerartikel. Derzeit werden bereits pro Tag ca. 1.000 Einzelartikel kommissioniert.
Breite/Tiefe/Höhe in Meter 80 / 47 / 13
EG Nutzfläche 3.464 m²
OG Nutzfläche 1.786 m²
Summe Flächen 5.250 m²
davon:
Wareneingang Technik, Maschinen, Geräte 80 m²
WE/WA andere Sortimente 450 m²
Leergut/Ladehilfsmittel 150 m²
Palettenplätze ca. 5.000
Kleinteile-Fachbodenregalanlage 2.000 m
Andocktore mit Überladebrücken und Torabdichtungen 8 Stück
Gesamtinvestition ca. 5 Mio €
Die Verbesserung der Intralogistik durch diese baulichen Optimierungen wird es ermöglichen, mit dem vorhandenen Lagerpersonal 20 bis 30% mehr an Paletten bewegen zu können. Im Schnitt erwartet die BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG, dass täglich ca. 250 Paletten im Ein- und Ausgang bewegt werden. Der Neubau ermöglicht es aber auch, saisonale Schwankungen und größere Bevorratungskäufe logistisch sinnvoll abzuwickeln, sodass auch deutlich größere Palettenmengen pro Tag bewältigt werden können. Die 8 eigenen LKWs und gegebenenfalls Fremdspediteure finden im neuen Lager optimale Andock- und Verladezonen mit absenkbaren Schleusentoren, die ein sicheres und zügiges Be- und Entladen gewährleisten.
Berücksichtigt wurden auch technische Vorbereitungen für das zukünftige papierlose und computergestützte Ein- und Auslagerungssystem, dessen Einführung für das Jahr 2010 geplant ist.
Photovoltaik-Anlage
Das Thema Solarenergie ist in Zeiten des Klimawandels in aller Munde. Mit der Installation einer Photovoltaikanlage leistet der Einzelne nicht nur einen großen Beitrag zum Umweltschutz, sondern sichert sich auch ein solides Zusatzeinkommen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert eine feste Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre. Seit diesem Jahr kann der erzeugte Solarstrom außerdem selbst genutzt werden. Dafür erhält man eine Förderung pro Kilowatt Stunde vom Staat.
Diese Vorteile bewogen Vorstand und Aufsichtsrat zu der Entscheidung, eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Gebäudes zu errichten.
Solarmodul Sunways SM 230
Wechselrichter Power One
Quadratmeterfläche PV 1.200 m²
Ausrichtung 0° Süd
Neigungswinkel 30°
Anlagegröße in kWp: 170,475
Anfangsstromernte p.a. 170.475 kWh
CO2-Reduzierung p.a. 154 000 kg/a
Inbetriebnahme 29.07.2009
Amortisationszeit: < 13 Jahre
Mit dieser Anlage kann der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr von ca. fünfzig 4-Personen-Haushalten gedeckt werden. Damit erzeugt die Anlage auf dem Dach der BÄKO-Zentrale am Standort Nürnberg den Strom, den ihre Mitarbeiter/-innen inklusive ihrer Familien privat verbrauchen. Zudem spart die Anlage 154 Tonnen CO2 p.a. ein.
Der Anlagenbauer, die Firma ILIOTEC Solar GmbH, ist ein kompetenter Ansprechpartner mit mehr als 11 Jahren Erfahrung im Bereich der Solartechnik. Das Unternehmen zählt mit über 7.000 Kunden und 85.000 Kilowatt Peak installierter Leistung zu den führenden deutschen Solarunternehmen. Die Jahresleistung aller von ILIOTEC installierten Solaranlagen entspricht einer Energiemenge von 7.800.000 Litern Heizöl, was eine CO2-Reduktion von 51 Mio. kg bedeutet.





